Gründung von Alexanderhausen 1833

 

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Gründung von Alexanderhausen

Im östlichen Teil der Banater Schwäbischen Heide liegt das Dorf Alexanderhausen. Zur Zeit der Ansiedlung gehörte der Boden zum Agramer Bistum und war das Gras- und Weidegut Pakatz. Alexanderhausen ist eine Binnensiedlung, d.h. die Ansiedler kamen aus den umliegenden Dörfern und nicht direkt als Auswanderer aus dem Reichsgebiet. Als im Verlauf des Zweiten Großen Schwabenzuges die ganze Umgebung Pakatz mit Deutschen besiedelt wurde und diese Güter nicht auszureichen schienen, und andererseits auf das Bitten einiger Kolonisten der umliegenden Herrschaften, sich auf diesem Weidegut ansiedeln zu dürfen, beantragten die Administrationsräte, auch das Gut Pakatz zu besiedeln. So wurde am 1. Januar 1833 ein Ansiedlungskontrakt zwischen der Grundherrschaft und den künftigen Ansiedlern unterzeichnet und durch Bischof Alexander von Alagovich in Pressburg ratifiziert. Das Dorf bekam bei der Ansiedlung den Namen Alexandria oder Sàndorhàsza, nach dem Gründer, dem Agramer Bischof Alexander von Alagovich. Nachdem ein Teil des Banats Rumänien zugeteilt wurde, bekam der Ort den rumänischen Namen "Sandra". In der Alexanderhausener Mundart nennt man den Ort "Schanderhaas". Gleich nach der Unterzeichnung des Kontraktes, sobald die Jahreszeit es erlaubte, begann die Aufbauarbeit. Zuerst wurden die Fluren vermessen und dann im Mittelpunkt des künftigen Dorfes ein Kreuz errichtet (wo heute das "Ewige Licht" hängt), von wo aus die Vermessungen ausgeführt wurden. Am 3. Mai 1833 war das Dorf in seinen Grundzügen sichtbar. Der 3. Mai war für die Alexanderhausener immer ein großer Feiertag.

Dem Pachtkontrakt gemäß wurden 146 Hausplätze nach einem streng quadratischen und symmetrischen Ortsplan, mit einer Seitenlänge von 540 Klafter angelegt.(siehe Ansiedlungsplan des Ortes). Auch die zwei Friedhöfe mit ihren Friedhofskapellen und die Wegkreuze außerhalb des Dorfes sind haargenau symmetrisch zum Ortsmittelpunkt angelegt, wie auch in den Anfangsjahren die zwei Roßmühlen des Dorfes. Auf den 146 Hausplätzen waren 101 Bauernhäuser, 2 Häuser des bischöflichen Verwalters, 38 Kleinhäuser ohne Feld, 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus, 1 Wirtshaus und 2 Mühlen. Im Jahre 1833 wurden 140 Familien angesiedelt, ca. 700 Personen. Sie kamen aus: Bogarosch, Sellesch, Lenauheim, Grabatz, Triebswetter, Nero, Billed, Wiseschdia, Nitzkydorf, Großjetscha, Skt. Andres, Tschanad, Ostern, Gottlob, Lovrin, Kleinjetscha, Groß-Skt-Nikolaus, Merzydorf, Warjasch. Im Jahre 1842 waren es schon 1231 Deutsche und 16 Serben und Rumänen.